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Plautus Titus Macchius : Menaechmei

Beschreibung:  Den Namen des geraubten gab der Großvater väterlicherseits dem Daheimgebliebenen, er benannte ihn von Sosicles um in MENAECHMUS...
Autor:Jens Engelhardt
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ISBN: 2503507018   ISBN: 2503507018   ISBN: 2503507018   ISBN: 2503507018 
 
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Titus Macchius Plautus – MENAECHMEI


Argumentum (Inhaltsangabe)

Ein sizilianischer Kaufmann hatte Zwillinge. Einer von beiden wurde ihm geraubt und er starb. Den Namen des geraubten gab der Großvater väterlicherseits dem Daheimgebliebenen, er benannte ihn von Sosicles um in MENAECHMUS:. Und als dieser herangewachsen war, suchte seinen Zwillingsbruder an allen Küsten. Schließlich gelangt er nach Epidamnus. Hier ist der geraubte aufgezogen worden. Alle, seine Geliebte, seine Frau und sein Schwiegervater, glaubten, dass er der Bürger MENAECHMUS: sei. Schließlich erkennen sich die Brüder gegenseitig.

Prologus - SCAENA EPIDAMNI (Szene in Epidamnus)

Gleich zu Beginn verkünde ich für mich und für euch ein ‚Grüß Gott‘! Ich bringe euch Plautus, nicht in der Hand, in der Sprache. Ich bitte, dass Ihr ihn mit geneigten Ohren aufnehmt. Nun vernehmt den Inhalt und passt (schön) auf. Ich werde mich kurz fassen, soweit dies möglich ist:
Es war einmal ein alter Mann aus Syrakus. Ihm wurden zwei Zwillingsbrüder geboren. Diese waren von so gleicher Gestalt, dass selbst Ihre Amme, die ihnen die Brust gab, sie nicht unterscheiden konnte, wie auch ihre richtige Mutter, die sie zur Welt gebracht hatte.

[Blatt 4]

ACTUS PRIMUS


Die Jugend hat mir den Namen PENICULUS: (der Hungrige) gegeben, weil ich, wenn ich esse, den Tisch ratzekahl abputze. Menschen, die den Gefangenen in Ketten anlegen und die entflohenen Sklaven Fußfesseln anlegen, handeln meiner Meinung nach allzu dumm. Denn einem unglücklichen Menschen hat er eine größere Begierde zu entlaufen und sich nichtsnutzig zu benehmen, wenn zum einen Übel noch ein anderes Übel dazukommt. Denn auf irgendeine Weise befreien sie sich von den Ketten. Da feilen sich diese mit Fußfesseln gefangenen ein Kettenglied mit einer Feile durch oder sie schlagen mit einem Stein eine Niete heraus, das sind Kleinigkeiten.
Wen du richtig bewahren willst, dass er nicht entflieht, den gehört es sich, an Speise und Trank zu binden. Am vollen Tisch sollst du dem Mann den Schnabel binden! Solange du einem Sklaven anbietest, dass er ißt und trinkt, und zwar täglich genug nach seiner Meinung, wird er niemals fliehen, selbst wenn er steckbrieflich gesucht wird. Leicht wirst du ihn behalten, wenn du ihn mit dieser Fessel bindest. So zäh sind diese Essensfesseln, je mehr du sie dehnst, desto fester werden sie.
Nun gehe ich zu diesem Menaechmus, zu dem zu gehe ich mir schon lange überlegt habe. Ich gehe freiwillig, damit er mich fesselt. Denn dort ernährt der Mensch nicht nur die Menschen, er mästet sie und lässt sie aufblühen. Keiner macht eine bessere Medizin. So ist der junge Mann; er gibt die größten Essensmengen und Getreideerzeugnisse und er beschichtet die Tische mit so hohen Stapeln, dass man auf der Liege stehen muss, um etwas von oben zu erhalten. Diese vielen Tage habe ich schon Abstand gehabt. Zu Hause bin ich ständig eingeschränkt mit meinem Leben, denn ich esse nicht und ich nehme nicht, wenn es nicht das Teuerste ist. [...] Nun besuche ich ihn. Aber die Tür wird geöffnet. Ich sehe Menaechmus persönlich; er tritt aus der Tür heraus.
  
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Diese Biografie wurde uns freundlicherweise von Jens Engelhardt zur Verfügung gestellt.

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